Angelika Fischer, Bernd Erhard Fischer (Autor/en)

Zinna - Ort der Gegensätze

Klappentext:
In sumpfigen Niederungen der Nuthe, unweit der Stadt Jüterborg, zeigt der spitze Kirchturm des Klosters Zinna himmelwärts. Heute zieht er weniger die Gläubigen an, als interessierte Besucher, denn das mittelalterliche Zisterzienserkloster gehört zu den frühesten Klostergründungen auf ehemals slawischen Boden. Dem kleinen Städtchen, das ihm seinen Namen verdankt, schenken sie meist wenig Beachtung. Dabei ist es kaum ein größerer Gegensatz denkbar. Wer noch eben die mittelalterliche Pracht bewunderte, die wuchtige Feldsteinkirche, die ehrwürdigen Backsteingebäude mit ihren glasierten Ziegelbändern und den reich verzierten Staffelgiebel, muß nur auf dem Absatz kehrtmachen, und er findet sich preußischer Nüchternheit und Strenge gegenüber.
Dieses Buch vermittelt eine andere Lesart von Geschichte, die nicht so sehr nüchterne Fakten als vielmehr die unverwechselbare Aura des Ortes in den Mittelpunkt rückt, und somit die Zeit selbst erzählen läßt.

Inhalt:
- Ein Ort der Gegensätze S.6
- Pioniere des Glaubens S.11
- Der Wind der Veränderung S.21
- Ein unglücklicher Markgraf S.33
- Ein König kehrt zurück S.43
- Wie Zinna sich den Frohsinn erhielt S.53
- Das Ende eines Rittergutes S.61
- Zeittafel S.68
- Literaturverzeichnis S.70

Auszug:
aus: Ein Ort der Gegensätze, S.6-8
In den sumpfigen Niederungen der NUTHE, unweit der Stadt JÜTERBOG, zeigt der spitze Kirchturm des Klosters ZINNA himmelwärts. Heute zieht er weniger die Gläubigen an, als interessierte Besucher, denn das mittelalterliche Zisterzienserkloster gehört zu den frühesten Klostergründungen auf ehemals slawischem Boden. Dem kleinen Städtchen, das ihm seinen Namen verdankt, schenken sie meist wenig Beachtung. Dabei ist kaum ein größerer Gegensatz denkbar. Wer noch eben die mittelalterliche Pracht bewunderte, die wuchtige Feldsteinkirche, die ehrwürdigen Backsteingebäude mit ihren glasierten Ziegelbändern und den reich verzierten Staffelgiebel, muß nur auf dem Absatz kehrtmachen, und er findet sich preußischer Nüchternheit und Strenge gegenüber. Wie mit dem Lineal gezogen ziehen sich die Häuserreihen hin, niedrige, ordentliche Doppelhäuser, deren Maßstab die Sparsamkeit war. Einige geschnitzte Haustüren, schlichte Satteldächer, einige Weißdornbäume
- schmucklos und diszipliniert zeigt sich noch immer die Zweckhaftigkeit der kleinen Weberstadt, wie sie ihr Gründer FRIEDRICH II. im Sinn gehabt hatte. Auf dem achteckigen Marktplatz wacht er noch heute von seinem Sockel aus über die allgemeine Ordnung und duldet wohl augenzwinkernd die Spitzengastronomie in der Alten Försterei, in der er seinerzeit höchstpersönlich zu nächtigen pflegte. [...]

Die Autoren:
Angelika Fischer,
1947 in Berlin geboren, freischaffende Fotografin, veröffentlicht in zahlreichen Zeitschriften. 1997 erschien ihr Bildband "Bastionen des Lichts", der von der Stiftung Buchkunst zu einem der schönsten des Jahres gewählt wurde.
Bernd Erhard Fischer,
1948 in Berlin geboren, gelernter Farbenlithograph. Heute Buchhersteller und -gestalter und Dozent an der Fachhochschule Potsdam. Zusammen mit seiner Frau Angelika Fischer entstanden zahlreiche Zeitschriftenartikel und die Buchreihe "Spurensuche", deren Textautor er meist war.

Zinna - Ort der Gegensätze

Zwischen den Zeiten

Verlag: bebra 1997

Titelart: Bücher

Einband: unbekannt

Seitenzahl: 71

Art.Nr.: 9783930752065

 

12,00 EUR

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