Michael Schimmel, Reinhard Schmook (Autor/en)

Seelow in der Mark

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Klappentext:

Wußten sie schon,
- daß die erste urkundliche Erwähnung Seelows aus dem 1252 stammt?
- daß der mittelalterliche Ortsgrundriß die Form eines langezogenen Dreiecks hatte?
- daß Seelow eine alte Mediastadt ist und von alters her im Besitz des Bischofs von Lebus war?
- daß die Stadt nach der Einführung der Städteordnung im Jahre 1808 von 18 Stadtverordungneten, einem aus 6 Personen bestehenden Magistrat und einem Kämmerer regiert wurde?
- Daß am 1. April 1863 des Landratsamt des Kreises Lebus von Frankfurt (Oder) nach Seelow verlegt wurde?
daß 1864 in Seelow 3.232 Menschen lebten und 1885 die höchsten Einwohnerzahl (3.537) bis 1945 ereicht war?
Das alles und noch viel mehr erfahren und erleben Sie, wenn Sie den Anregungen unserer Autoren in diesem Band "Seelow in der Mark - Geschichten einer märkischen Kleinstadt" folgen und sich auf die Wanderung begeben durch ein interessantes und lebendiges Städtchen, das sowohl für Altansässige und Neuhinzugezogene als auch für Gäste, Touristen und Gesschäftsleute neue Einsichten, unbekannte Schönheiten und ungeahnte Entdeckungen bereithält.
Lesen Sie und - entdecken Sie!

Inhalt:
- Zum Geleit S.7
- Das Brandlied S.8
- Grundriß der Stadt Seelow (1890) S.9
- Wichtige Geschichtsdaten aus der Entwicklung der Stadt Seelow S.10
- Das Seelower Stadtwappen S.12
- Einwohnerzahlen von 1624 bis zur Gegenwart S.15
- Seelow in der Mark - Siebeneinhalb Jahrhunderte Geschichte S.17
- Bilder aus der Geschichte einer märkischen Kleinstadt S.29
- Der Marktplatz und das Rathaus S.31
- Die Stadtpfarrkirche S.38
- Das Kirchenviertel S.44
- Schweizerhaus S.46
- Die Eisenbahn S.54
- Brauerei und Käsewerk S.57
- Die Küstriner Straße S.58
- Die Frankfurter Straße S.68
- Die Mittelstraße S.70
- Die Berliner Straße S.71
- Die Wriezener Straße S.74
- Die Breite Straße S.85
- Die Hinterstraße S.90
- Die Feuerwehr S.91
- Vereine S.93
- Handwerk und Gewerbe S.101
- Klassenbilder S.105
- Das Jahr 1945 S.109
- Stadtplan von Seelow (1998) S.117
- Quellen und Literatur S.118
- Bildnachweis S.120

Auszug:
aus: Seelow in der Mark - Siebeneinhalb Jahrhunderte Geschichte S.17-27
Für die weitere Entwicklung von großer Bedeutung war ein Ereignis, von dem Seelow im Grunde noch heute profitiert: die Verlegung des Kreissitzes in die Stadt. Die Kreistage des Kreises Lebus fanden bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts in der Regel in Müncheberg statt. Als Sitz des Landratsamtes, der Verwaltungsbehörde des Kreises, war durch königliche Order vom 29. April 1826 Frankfurt (Oder) bestimmt worden.
Im Februar 1860 wurde Bernhard von der Marwitz auf Friedersdorf
Landrat des Kreises Lebus. Zum Kreisgebiet gehörten neben Seelow die Städte Müllrose, Fürstenwalde, Müncheberg, Buckow und Lebus. Am 16. Oktober 1860 beantragte von der Marwitz bei der Regierung in Frankfurt (Oder) die Verlegung des Landratsbüros auf sein Gut Friedersdorf, da er die ständige Abwesenheit von Familie und Gut bei der Führung der Amtsgeschäfte von Frankfurt aus nicht verantworten könne. Marwitz' Ansinnen wurde unterstützt durch eine Petition von Rittergutsbesitzern und Bürgermeistern des Kreises, die als erster der Seelower Bürgermeister Hoffmann unterschrieben hatte. Man war sich aber darin einig, daß es aus verschiedenen Gründen wohl zweckmäßiger sei, das landrätliche Büro nach Seelow statt nach Friedersdorf zu verlegen. Selbstverständlich protestierte der Magistrat von Frankfurt heftig gegen dieses Gesuch, das dann auch von der Regierung umgehend abgelehnt wurde. Nun wandte sich Marwitz an den Minister des Innern Graf von Schwerin. Auch der Kreistag hatte sich einstimmig für die Verlegung des Landratsamtes nach Seelow ausgesprochen. Doch auch Schwerin lehnte den Antrag ab. Nach dem Rücktritt Schwerins am 17. März 1862 erneuerte Marwitz sein Gesuch. Der neue Innenminister Graf zu Eulenburg konnte König Wilhelm schließlich bewegen, die Order vom 29. April 1826 aufzuheben. In dem betreffenden Schreiben des Königs an Eulenburg heißt es: »Unter den in Ihrem Berichte vom 9. d. M. vorgetragenen Umständen will ich unter Aufhebung der Bestimmung in der Order vom 29. April 1826 hierdurch mit dem Vorbehalt jederzeitigen Widerrufs genehmigen, daß das Landratsamt des Kreises Lebus im Regierungsbezirk Frankfurt a./O. nach Seelow verlegt werde und überlasse Ihnen demgemäß die weiteren entsprechenden Anordnungen.«
Daraufhin kaufte sich Bernhard v d. Marwitz in Seelow ein Haus zur
Unterbringung des landrätlichen Büros und teilte der Regierung in Frankfurt (Oder) am 8. April 1863 mit, daß die Verlegung des Landratsamtes von Frankfurt nach Seelow am 1. April 1863 vollzogen worden sei. [...]

Seelow in der Mark

Geschichte einer märkischen Kleinstadt

Verlag: Findling Verlag 1998

Titelart: Bücher

Einband: gebunden

Seitenzahl: 120

Art.Nr.: 9783933603012

 

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