Heike Kennecke (Autor/en)

Die slawische Siedlung von Dyrotz, Landkreis Havelland

Verlagsinfo

Der Band präsentiert Befunde und Funde einer in den 1990er Jahren vollständig ergrabenen Siedlung, die nach reichen Keramik- und 265 Metallfunden vom späten 10. / frühen 11. Jh. bis frühen 13. Jh. bestand. Es liegen Hinweise auf Ackerbau und Tierhaltung sowie auf gelegentliche Jagd vor. Die 18 nachgewiesenen Gebäude waren eingetieft, 12-30 m² groß, lehmverstrichen, gekalkt und zu einem kleinen Haufendorf mit räumlich abgesetzter Schmiedewerkstatt gruppiert. Die Siedlung war übersät mit fast 2.000 Gruben zur Materialentnahme und Bevorratung, deren Tiefe im Verlauf der Besiedlung sank. Außerdem sind technische Anlagen wie Brenngruben, Teersiedegruben und Kalköfen dokumentiert. Die nichtagrarische Produktion gliedert sich in Hauswerk [Keramik, Knochen- und Geweihgeräte, Spinnen, Nähen], Dorfhandwerk [Teer, Kalk, Schmiede] und spezialisiertes Handwerk [Messergriffe, Geweihbehälter, Kämme]. Auf eine Schicht von Reiterkriegern weisen Reitzeug und Waffen hin. Eine Grube mit Keramik- und Tierteildeponierung wird kultisch gedeutet. Abschließend werden das regionale Umfeld und die Beziehungen zur Spandauer Burg diskutiert.

Die slawische Siedlung von Dyrotz, Landkreis Havelland

Materialien zur Archäologie in Brandenburg

Verlag: VML Verlag Marie Leidorf 2008

Titelart: Bücher

Einband: paperback

Seitenzahl: 360

Format BxH 21x29.8

Art.Nr.: 9783867573115

 

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