Denkmale in Brandenburg. Landkreis Elbe-Elster Band 1

Denkmale in Brandenburg. Landkreis Elbe-Elster Band 1
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  • 9783884621523
  • Ämter Herzberg, Schlieben, Schönewalde, Uebigau/Falkenberg
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Verlagsinfo:
Dieser Band der brandenburgischen Denkmaltopographie widmet sich dem ehemaligen Landkreis Herzberg, der von 1952-1993 bestand. Die besprochenen Städte und Dörfer waren ursprünglich kursächsisch und kamen erst 1815 zu Preußen, wo sie Teil des Regierungsbezirks Merseburg in der preußischen Provinz Sachsen wurden. Die politischen Entwicklungen nach 1945 führten dazu, daß dieses über Jahrhunderte von Sachsen kulturell geprägte Gebiet dem Land Brandenburg zugeordnet wurde. Die Ämter Falkenberg/Uebigau, Schlieben, Schönewalde und Herzberg/Elster lagen seit dem Mittelalter in einer vielfach umstrittenen sächsisch-brandenburgischen Grenzregion, durch die wichtige Heer- und Handelswege führten. Im 13. Jahrhundert entstanden im überwiegend ländlich geprägten Raum zahlreiche Dorfkirchen, die mit ihrem mittelalterlichen Quadermauerwerk diese Kulturlandschaft maßgeblich prägen. Das an der Schwarzen Elster im 12. Jahrhundert gegründete Herzberg war bis zum 16. Jahrhundert eine blühende Handelsstadt, wovon heute die Stadtpfarrkirche St. Marien mit ihren reichen Deckenmalereien des 15. Jahrhunderts eindrucksvoll zeugt. Auch die Landstädte Uebigau und Schlieben blicken auf eine bis in das 13. Jahrhundert reichende Gründungsgeschichte zurück. Schönewalde entwickelte sich in dieser Zeit aus einem Angerdorf zu einem kleinen städtischen Gemeinwesen. Im Dreißigjährigen Krieg erlebte die Region die fast vollständige Zerstörung der Dörfer und einen wirtschaftlichen Niedergang, dem erst Ende des 18. Jahrhunderts ein langsamer Aufschwung folgte. Im Zusammenhang mit der Wiederbesiedlung entstanden nun Fachwerkkirchen sowie neue Schlösser und Gutshäuser. Im 19. Jahrhundert lösten insbesondere auf den Dörfern massive Ziegelbauten die traditionellen Fachwerkbauten ab. Das Erscheinungsbild der Städte wird indessen heute von Fachwerkhäusern und Putzbauten des 18. und 19. Jahrhunderts bestimmt. Erst im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Falkenberg vom Dorf zum Eisenbahnknotenpunkt mit überregionaler Bedeutung. Die politische Grenzlage, die Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges sowie die wechselnden Verwaltungsverhältnisse haben dazu geführt, daß der ehemalige Landkreis Herzberg in den landeskundlichen und historischen Darstellungen stark vernachlässigt worden ist, so daß mit dieser Denkmaltopographie zugleich ein erster zusammenfassender siedlungs- und baugeschichtlicher Überblick vorgelegt wird.

Einband: gebunden
Titelart: Buch
Seitenzahl: 420
Erscheinungsjahr: 1999
Reihe: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland
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