Franz Fühmann. Briefe 1950-1984

Franz Fühmann. Briefe 1950-1984
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Produktinformationen "Franz Fühmann. Briefe 1950-1984"
Klappentext:
Franz Fühmann war ein passionierter Briefeschreiber. Die in dieser Auswahl vorliegenden Briefe gewahren einen Einblick in seinen künstlerischen Werdegang, und sie sind zugleich authentische Zeugnisse des widerspruchsvollen Zeitgeistes einer ganzen Epoche. Im Spannungsfeld von Geist und Macht verteidigte Franz Fühmann mutig und in unerbittlicher Selbstbefragung die Würde des Menschen und die Freiheit der Kunst.
Deutlicher noch als in allen bisherigen Editionen erweist sich hier, was sein Leben und Schreiben bestimmte: Qualvolle Suche nach Wahrheit. Die Sammlung enthält Briefe an Johannes R. Becher, Heinrich Böll, Margarete Hannsmann, Peter Huchel, Christa Wolf, an Verleger, Kulturpolitiker, Kritiker, an Freunde und Gegner.
Die Briefe Franz Fühmanns sprechen in ihrer lebendigen Fülle vom komplizierten Weg eines Schriftstellers, von seinen Widersprüchen, seiner "Wandlung".
Ausgewählt wurden Briefe an über 90 Briefpartner: u.a. an Johannes R. Becher, Peter Huchel, Hans Mayer, Sarah Kirsch, Uwe Johnson, an Heinrich Böll, dem - als dieser als Sympathisant der Terroristen bezichtigt wurde - Fühmann 1977 die Erzählung Marsyas widmete; dann die Briefe an viele junge Dichter und Schriftsteller: u.a. an Klaus Schlesinger, Uwe Kolbe, Gert Neumann, Wolfgang Hegewald, Wolfgang Hilbig sowie Briefe aus dem Umkreis des gescheiterten Anthologieprojekts junger Dichter; Briefe aus der Arbeit über E.T.A. Hoffmann, über die Auseinandersetzung um das Trakl-Buch und zum Bergwerk-Projekt. Unter denen an literarische und künstlerische Freunde finden wir Briefe an Ludvik Kundera, Wieland Förster, Margarete Hannsmann. Schließlich gibt es die offiziellen Briefe u.a. an Konrad Wolf, den Präsidenten der Akademie der Künste, an Anna Seghers, die Vorsitzende des Schriftstellerverbands, und an Hermann Kant.
Dokumentiert sind auch die fruchtlosen Bemühungen Fühmanns, seinen von Klaus Höpcke zunächst angeregten "Offenen Brief" zu publizieren. Aber auch Briefe, wie der Offene Brief zur Bejahung des Mauerbaus 1961, gehören zu Fühmanns Prozeß eines schwierigen Wegs zu sich selbst.
Dieser Briefband ist zusammengestellt worden, um das Werden eines Schriftstellers im Schnittpunkt von Leben und Werk zu zeigen. Daß sich die Briefe Fühmanns auch wie ein Spiegel der DDR-Literaturgeschichte lesen, ist die zwangsläufige Folge von Fühmanns Identifikation mit einer neuen Gesellschaft und seines schließlich immer stärker werdenden Widerspruchs zum "realen" Sozialismus, ist seiner Solidarität und Aufopferung und seiner Hingabe an die Literatur zu verdanken.

Der Herausgeber:
Hans-Jürgen Schmitt,
geb. 1938 in Bamberg, studierte Germanistik, Romanistik, Philosophie;
Dr. phil., lebt als freier Publizist in Frankfurt/Main. Er gab mehrere Anthologien zur DDR-Literatur heraus. Herausgeber u.a. von
"Die Expressionismusdebatte". Materialien zu einer marxistischen Realismuskonzeption (1973); "Die Literatur der DDR". Hansers Sozialgeschichte der deutschen Literatur, Bd.11 (1983); "Franz Fübmann. Den Katzenartigen wollten wir verbrennen," (1983); "Jaime Sabines. Dein Körper neben mir". Gedichte. Aus dem mexikan. Spanisch. Übersetzung / Auswahl (1987); "Auch Spanien ist Europa". Rowohlt Literaturmagazin 23, 1989; "Grenzüberschreitungen". Eine Ansicht spanischer Literatur, Schreibheft 38, 1991. "Wolfgang Hilbig. Das Meer in Sachsen". Prosa und Gedichte, (1991).
Einband: gebunden
Titelart: Buch
Seitenzahl: 800
Erscheinungsjahr: 1994
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